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Das Jahr 2005 im Zeitraffer         Ich hab alles notiert ... 
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Am Sonntag darf gefeiert werden. An diesem Tag jährt sich der größte Triumph der Vereinsgeschichte zum 50. Mal. Am 26. Juni 1955 gewann RWE im Niedersachsenstadion zu Hannover die erste und die einzige Deutsche Meisterschaft mit einem 4:3 gegen den großen Favoriten 1. FC Kaiserslautern.


August Gottschalk (l.)
und Fritz Walter


Sonderpostkarte mit Tagesstempel

Zunächst sah es nicht so aus, als würden sich die Essener Meisterschaftsträume erfüllen. Kaiserslautern ging bereits in der 11. Minute mit 1:0 (Wenzel) in Führung. Nur Minuten später verletzte sich Torwart Fritz Herkenrath schwer am rechten Knöchel. Doch es half nichts, er mußte durchhalten denn die Möglichkeit des Auswechselns war noch nicht eingeführt.

In der 19. Minute keimte für die Essener neue Hoffnung auf. Ein Einwurf von Termath landete bei Rahn, der verlängerte auf Islacker und es stand 1:1. Und es ging munter weiter. Vier Minuten später flankte Rahn auf Röhrig, der mit einem Kopfball das 2:1 für RWE sicherstellte. Als dann Islacker kurz vor dem Halbzeitpfiff die Führung auf 3:1 ausbaute, kannte der Jubel keine Grenzen.
In der zweiten Halbzeit wurde es aber noch mal spannend. Kaiserlautern schaffte in der 56. Minute den Anschlusstreffer (Wenzel) und glich in der 72. Minute durch einen Foulelfmeter (Baßler) zum 3:3 aus.

Zum Helden des Endspiels wurde Penny Islacker, der allein  3 Tore zur Meisterschaft beisteuerte - und das gegen eine Kaiserslauterner Mannschaft, die mit vier Weltmeistern, nämlich Horst Eckel, Werner Kohlmeyer, Werner Liebrich und Fritz Walter antrat. Dabei sah es für Islacker in der 2. Halbzeit garnicht gut aus. In der 60.Minute verletzte er sich bei einem Zweikampf mit Horst Eckel und mußte daraufhin zweimal das Spielfeld verlassen, um sich an der Seitenlinie behandeln zu lassen.


Penny Islacker (Mitte)

Die Helden von Hannover
Die Meistermannschaft 1954/55

Vier Minuten vor Schluss aber dann die spielentscheidende Szene: Auf der rechten Seite setzt sich Termath durch, flankt scharf in den Strafraum und Islacker köpft im Hechtflug unhaltbar zum 4:3 Sieg ein.

Kaiserslautern ist geschockt und reklamiert 'Abseits', doch das Tor wird anerkannt.

Rot-Weiss Essen ist Deutscher Meister.

Als die Spieler am darauf folgenden Montag Nachmittag mit dem Zug im Essener Hauptbahnhof um 16:33 Uhr eintreffen, werden sie von mehr als 100.000 begeisterten Menschen empfangen. Zur Begrüßung spielt eine Bergmannskapelle einen Begrüßungsmarsch und anschließend mit tausendfacher gesanglicher Unterstützung das RWE-Lied: "Aber eins, aber eins, das bleibt besteh’n, der Rot-Weiß Essen wird nie untergeh’n." 

Auf dem Bahnhofsvorplatz war kein Durchkommen mehr. Zunächst ging es zum Saalbau. Oberbürgermeister Dr. Toussaint empfing die Mannschaft und rief "Die Stadt ist stolz auf euch. Nicht nur weil ihr den Sieg in die Ruhrgebietsmetropole geholt habt, sondern weil ihr den Sieg in vorbildlicher, sportlicher Haltung erstritten habt. Ihr seid eine würdige Meisterelf."

Vom Sallbau geht die Triumphfahrt nach Bergeborbeck. Menschen jeden Alters und aller Berufsgruppen stehen am Straßenrand. Noch nie hat die Stadt Essen eine derart herzliche Anteilnahme der Bevölkerung erlebt, die in unbeschreiblichem Jubel ihre Anhänglichkeit zum Verein zum Ausdruck bringt.

Ganz Essen feierte seine Helden.


Empfang am Essener Hauptbahnhof

Die Meisterschale

Eingraviert für die Ewigkeit ...
"1955 Rot-Weiss Essen"

(Foto Edgar Buckstege / Hannover 2003)

Die Daten zum Spiel:
Rot-Weiß Essen
: Herkenrath - Jänisch, Köchling, Jahnel, Wewers, Grewer - Rahn, Islacker (3 Tore), Gottschalk, Röhrig (1 Tor), Termath
1. FC Kaiserslautern: Hölz - Kohlmeyer, Baßler (1 Tor) - Render, Liebrich, Mangold - Wanger, Wenzel (2 Tore), Eckel, Fritz Walter, Scheffler.
Schiedsrichter: Meißner (Nürnberg). Zuschauer: 76 000 (ausverkauft).


21.06.2005: Trainingsauftakt Saison 2005/06

Es geht wieder los an der Hafenstraße ...

Hier die ersten Fotos vom Trainingsauftakt

Ausführlicher Bericht in Vorbereitung !


13.06.2005: RWE gibt Terminplan für Saisonvorbereitung bekannt

Dienstag, 21. Juni, 10.00 Uhr Trainingsauftakt an der Hafenstraße
Mittwoch, 22. Juni, vormittags Laktattest
BSA "Am Hallo", Essen-Stoppenberg
Sonntag, 03. Juli, 18.00 Uhr VfB Bottrop – Rot-Weiss Essen
Einweihung neues Jahn-Stadion
Mittwoch, 06. Juli, 18.30 Uhr FC Kray – Rot-Weiss Essen
BSA "Am Hallo", Essen-Stoppenberg

Anschließend Abfahrt ins Traingslager
Mittwoch, 06. Juli – Donnerstag, 14. Juli Trainingslager in Teisungen/Thüringen,
mit mehreren Testspielen, u.a.:
Mittwoch, 13. Juli Rot-Weiss Essen – VfL Wolfsburg
Ort und Zeit n.n.
Dienstag, 19. Juli ETB Schwarz-Weiß – Rot-Weiss Essen
Uhlenkrug
Freitag, 22. Juli Rot-Weiss Essen – Hibernian Edinburgh
Hafenstraße
Samstag, 23. Juli Auswahl Otzenrath – Rot-Weiss Essen
Samstag/Sonntag, 30. /31. Juli 1. Spieltag Regionalliga Nord

08.06.2005: Reizthema: Stadionumbau und Fantrennung

Diese Thema schlägt in Fankreisen zur Zeit hohe Wellen: Der Verein erhielt zur Erteilung der Lizenz für die kommende Regionalliga-Saison 2005/2006 vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Auflage, für eine strikte Fan-Trennung am Georg-Melches-Stadion zu sorgen. Aus diesem Grunde wurde in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und der Stadt Essen ein Lösungskonzept erarbeitet. Dieses sieht vor, dass die RWE Fans ab der kommenden Saison ihren "Kultblock" räumen müssen, da dort - im Blick I - der neue Gästebereich entstehen soll.

Das Konzept wurde bereits einer Fan-Vertretung erläutert.

Weitere Infos hier: Download im pdf-Format 2.5MB


06.06.2005: Statistischer Rückblick auf die Abstiegssaison

Aufsteiger Renno - Absteiger Kioyo
Es ist zwar schon vieles über Rot-Weiß und den Abstieg gesagt worden, doch halten wir an der Tradition fest, einen statistischen Rückblick über die vergangene Saison zu geben, nachdem in den letzten zwei Wochen Zeit war, die Wunden zu lecken. Denn die Gründe für das sportliche Versagen und den Wiederabstieg in die Regionalliga, der so unnötig wie ein Kropf war, werden auch durch die Statistik belegt.

Eindeutig wurden in der Hinrunde zu wenige Punkte (16) geholt. Nach der Winterpause legten sich die Rot-Weißen mächtig ins Zeug, kletterten auf den 13. Rang vor, nachdem sie vom Start weg mit der 1:5-Heimniederlage gegen Erzgebirge Aue fast ständig auf einem Abstiegsplatz gestanden haben.

Und als sie am achtletzten Spieltag den Mitkonkurrenten Dynamo Dresden mit 2:1 bezwungen hatten und nur noch drei Punkte hinter dem Mit-aufsteiger aus Sachsen lagen, da hätten sie leicht und locker den Klassenerhalt packen können. Aber ausgerechnet in den letzten sieben Spielen kam der Einbruch. Während die Essener keinen Sieg mehr errangen, die letzten drei entscheidenden Spiele sogar sang- und klanglos verloren und mit 33 Punkten auf den vorletzten Platz abstürzten, kletterten die Dresdner zum Vergleich mit 49 Punkten noch auf den 8. Platz. Von der spielerischen Substanz her war Dynamo keinen Deut besser als RWE, wohl aber von der Moral. Das Wort vom Angstfußball machte an der Hafenstraße die Runde.

Zwei Gesichter zeigten die Rot-Weißen in Auswärtsspielen. Bei den Aufsteigern und Aufstiegs-Anwärter trumpften sie stark auf, holten in Köln, Aachen und München ein Unentschieden und hatten bei den 0:1-Niederlagen in Duisburg und Frankfurt (Eigentor von Goldbaek) einiges Pech. Bei etwas schwächeren Gegner wiederum traten sie ohne Mumm auf und landeten schließlich ohne einen einzigen Sieg in der Auswärtstabelle auf dem letzten Platz. Auch in der Heimtabelle wurden sie nur Viertletzter. Mitentscheidend waren aber auch die 15 Unentschieden (die meisten in der Liga). 15 statt 45 möglichen Punkten waren zu wenig.

Aufsteiger Renno
Am wenigsten Schuld an dem Abstieg hatte René Renno, der als Reservetorwart in der vergangenen Saison in der Regionalliga so stark auftrumpfte und in der 2. Liga beständig gute Leistungen zeigte, dass der VfL Bochum auf ihn aufmerksam wurde und ihn verpflichten wird. Es steht nur noch die sportärzliche Untersuchung aus.

Zum Beginn der Zweitliga-Saison hatte Renno auch noch nicht das Vertrauen von Trainer Gelsdorf. Erst als Robert Wulnikowski zum Start beim 1:5 gegen Aue patzte und auch die zweite Chance nicht nutzte, stand Renno in der Folge zwischen den Pfosten. Mit 32 Einsätzen ohne Auswechselung war er der beständigste RWE-Kicker, zweifellos der Aufsteiger der Saison.

Ihm nahe kam "Oldie" Bjarne Goldbaek. Der 36-jährige Kapitän war 31 Mal von Beginn an dabei, musste aber seinem Alter ein wenig Tribut zollen und wurde 14 Mal ausgewechselt. Auf ebenfalls 31 Einsätze kam Abwehrchef Hilko Ristau. Insgesamt setzten die Trainer Jürgen Gelsdorf und später Uwe Neuhaus 28 Spieler ein, eine große Anzahl, aus der ersichtlich wird, warum die Mannschaft sich nie einspielen und zu einer Einheit wachsen konnte. Dazu trug auch großes Verletzungspech in der ersten Serie bei, als Gelsdorf beim Training mitunter kaum elf Spieler beisammen hatte.
Absteiger Kioyo
Bei den Essener Torschützen lag der von München 1860 ausgeliehene Francis Kioyo mit nur sechs Treffern (der Kölner Podolski schoss 24) vorne. Als der anfängliche Hoffnungsträger Ladehemmung hatte und über 1000 Minuten ohne Torerfolg blieb, ging´s mit RWE bergab. Zum Schluss gingen dem Kameruner aus Frust die Nerven durch, er benahm sich im Training daneben und wurde in den letzten drei Spielen suspendiert. Kioyo wurde schließlich zum Absteiger der Saison.

Zweitligareif und damit Spitze waren lediglich die RWE-Anhänger. 240 991 Zuschauer pilgerten in den 17 Heimspielen zur Hafenstraße (Schnitt von 14 175). Damit lagen die Essener an 7. Stelle der Liga hinter Köln (653 000), Frankfurt Aachen, München, Duisburg und Dresden.

In der Fair-Play-Tabelle nahmen die Essener mit drei roten, vier gelbroten und 67 gelben Karten wie in der sportlichen Tabelle den vorletzten Platz ein.

Quelle (Textauszüge) WAZ vom 06.06.2005


03.06.2005: Olaf Janßen ist neuer Sportlicher Leiter von RWE

kw0522_janssen.jpg (6389 Byte) Rot-Weiss Essen hat am Freitag Vormittag Olaf Janßen als neuen Sportlichen Leiter verpflichtet. Der 38-jährige (geboren am 08.10.1966) Ex-Profi, der für den 1.FC Köln und Eintracht Frankfurt insgesamt 241 Bundesligaspiele bestritt und 17 Tore erzielte, erhält an der Hafenstraße einen Ein-Jahres-Vertrag.

Dieser Vertrag enthält eine Option für eine automatische Verlängerung bei Aufstieg in die zweite Bundesliga. Janßen hat sich als Ziel den sofortigen Wiederaufstieg gesetzt.

20.05.2005: RWE feuert Frank Kontny wegen schlechter Saisonvorbereitung

Ein Sündenbock für den Abstieg ist gefunden. Frank Kontny ist ab sofort nicht mehr  Sportlicher Leiter von Rot-Weiss Essen. "Wir haben ihn von seinen Aufgaben entbunden, er wird das Amt nicht mehr länger wahrnehmen", erklärte Präsident Rolf Hempelmann am Freitag Mittag. "Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, die Gesamtverantwortung für den sportlichen Misserfolg an ihm festzumachen. Frank Kontny lebt Rot-Weiss, war enorm fleißig, legte sich total ins Zeug. Nach dem Abstieg werden wir aber die sportliche Leitung des Vereins neu besetzen." Nette Worte - aber letztlich wird Kontny aus dem gesamten Umfeld vorgeworfen, dass er bei der Saisonvorbereitung - insbesondere bei den Neueinkäufen - unglücklich agiert hat.

Kontny arbeitete seit Sommer 2003 als Sportlicher Leiter für Rot-Weiss Essen. In seine Amtszeit fallen der Aufstieg in die zweite Bundesliga und der Gewinn des Niederrheinpokals (jeweils Sommer 2004). Zuvor war der Ex-Profi für die Rot-Weiss als A-Jugend-Trainer und verantwortlicher Jugend-Koordinator tätig und schaffte 2003 die Qualifikation zur A-Junioren-Bundesliga.


15.05.2005: Aus und vorbei. RWE verspielt letzte Chance und steigt ab.

Für Rot-Weiss Essen wurde dieser 15. Mai 2005 sicherlich einer der schwärzesten Tage in der jüngeren Vereinsgeschichte. Mit einer 1:3-Niederlage verspielte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus die allerletzte Chance auf den Klassenerhalt und muss nun, nach nur einem Jahr, den bitteren Gang zurück in die Regionalliga Nord gehen. Uwe Neuhaus: "Ich empfinde tiefe Trauer und bin zutiefst enttäuscht, dass wir den Klassenerhalt nicht geschafft haben."
Dabei fing alles nicht schlecht an. Rot-Weiss hatte zu Beginn der Partie die Nerven im Griff - ganz im Gegenteil zu den Gastgebern, deren Ausgangslage vor der Partie nicht anders als die der Essener aussah. Auch Ahlen musste unbedingt gewinnen. Ein Unentschieden hätte keiner Mannschaft gereicht. So merkte man den Gastgebern die Nervosität sichtlich an und Rot-Weiss bestimmte zunächst das Spiel. Dies änderte sich aber nach gut der Hälfte des ersten Durchganges. Plötzlich wurde Ahlen wach und setzte Essen unter Druck. Die beste Möglichkeit bis dahin hatte N'Diaye, als er in der 36. Spielminute nur die Latte traf. Essen wurde eingeschnürt, antwortete aber richtig. Sven Lintjens spielte in der 38. Spielminute - mitten in der Drangphase der Ahlener - einen weiten Pass auf Erwin Koen und überlistete damit die weit aufgerückte Ahlener Verteidigung. So eine Möglichkeit ließ sich der Niederländer natürlich nicht nehmen und hämmerte den Ball aus 20 Metern zum 1:0 für Essen in die Maschen.

Zur Pause sah es dann gar nicht mal schlecht aus. Essen führte, Trier (gegen Dresden) und Cottbus (gegen Frankfurt) lagen zurück. Damit blieb das Ziel Klassenerhalt in der Nähe. Doch dann begann im zweiten Durchgang die Ein-Mann-Show von Stanko Svitlica. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als Musemestre Bamba mit Ball schneller als Sidney ohne war und völlig unbedrängt zur Flanke kam. In Stanko Svitlica fand er dann einen dankbaren Abnehmer, der das Leder aus rund 16 Metern zum Ausgleich versenkte.

Dann folgten turbulente Minuten. In der 51. Spielminute foulte Gledson Erwin Koen am eigenen Strafraum. Der Niederländer provozierte, so dass sich da Silva zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und mit der roten Karte vom Platz flog. Koen hingegen sah für die Provokation die gelbe Karte. Nun nahm in Überzahl das Unheil jedoch seinen Lauf. Ahlen zeigte eine Trotzreaktion und trumpfte in Unterzahl immer besser auf. Rot-Weiss konnte – wie schon öfter in der Saison – den hinzugewonnen Platz nicht richtig nutzen. In der 62. Spielminute kam Ahlen dann zu einer großen Möglichkeit, die Führung zu erzielen. Erneut konnte Sidney Bamba nicht an einer Flanke hindern, so dass Svitlica frei zum Schuss kam. Zunächst konnte Renno klären, doch N'Diaye stand parat, köpfte den Ball aber neben das leere Tor.

Essen kam kaum noch gefährlich vor das Ahlener Tor. Zu allem Überfluss foulte Erwin Koen dann weit in des Gegners Hälfte einen Ahlener Spieler und holte sich die gelb-rote Karte ab. Dies sollte in der 65. Spielminute also die letzte Aktion des Niederländers, der zur neuen Saison zu Alemannia Aachen wechselt, im Rot-Weiss-Trikot sein.

Essen verlor nun komplett die spielerische Linie, hatte aber zunächst noch das Glück auf seiner Seite. In der 71. Spielminute startete Bamba durch. René Renno hastete aus dem Kasten, kam aber nicht mehr an den Ball, da Bamba quer auf Mikolajczak ablegte, der nun vor dem freien Tor stand. Doch was machte er? Er traf aus rund 15 Metern nur die Latte! Doch irgendwann war alles Glück der Welt aufgebraucht. So in der 76. Spielminute, als es zu einer Kopie des Ausgleiches kam. Flanke von der rechten Seite auf Stanko Svitlica, der zur Ahlener Führung abschloss.

Essens Trainer Uwe Neuhaus reagierte und brachte mit Foldgast eine weitere Offensivkraft, nachdem er mit Serkan Calik die Offensive schon verstärkt hatte. Und beinahe hätte dieses "Alles oder nichts"-Spiel auch Erfolg gehabt. In der 85. Spielminute scheiterte der eingewechselte Marcus Wedau mit einem Seitfallzieher aus elf Metern an Völzow. Eine Minute später fiel dann aber die endgültige Entscheidung. Essen rückte zu weit auf, so dass Stanko Svitlica an der Mittellinie den Ball bekam und konterte. René Renno hatte nach Svitlicas Solo über den halben Platz keine Abwehrmöglichkeit und so endete das Spiel mit 3:1.

Durch diese Niederlage beträgt der Abstand auf den 14. Platz nun fünf Punkte. Dies kann Rot-Weiss in einem Spiel nicht mehr aufholen und steht somit - nach Rot-Weiß Oberhausen und Rot-Weiß Erfurt - als dritter Absteiger fest.

An den Fans hat es mit Sicherheit nicht gelegen. Von den rund 7.200 Zuschauern im Wersestadion waren etwa 4.000 Rot-Weiss-Fans anwesend, die ihre Mannschaft über die kompletten 90 Minuten unterstützten. Dafür gebührt ihnen großer Dank und Respekt. Für Rot-Weiss können nun die Planungen für die kommende Saison beginnen. Trainer Uwe Neuhaus: "Wir müssen jetzt sehen, dass wir eine möglichst schlagkräftige Mannschaft für die Regionalliga Nord zusammenbekommen, die dem Anspruch von Rot-Weiss Essen gerecht wird." Und mit diesem Anspruch kann nur der direkte Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga gemeint sein.

Quelle (Textauszüge): NRZ


09.05.2005: Ohne Herz, Leidenschaft und Leistungswille !

Ein Punkt aus drei Heimspielen - und das im alles entscheidenden Abstiegskampf! Nach einem Unentschieden gegen RWO und zwei Niederlagen gegen Aachen und Fürth steht der Abstieg für RWE so gut wie fest. Die aktuelle Situation wird sehr treffend von der heutigen Ausgabe der WAZ wiedergegeben:

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  "Bis auf Renno könnt ihr alle gehn"

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Fassungslos !
Ramazan Yildirim

War das der Abstieg für Rot-Weiß? Das war er vermutlich. Denn vor dieser 0:2-Heimpleite gegen Greuther Fürth waren sich alle im RWE-Lager einig: Nur drei Siege, vielleicht auch zwei Siege und ein Unentschieden in den letzten drei Spielen würden zum Klassenerhalt in der 2. Liga reichen.

Nun machen die Verantwortlichen in Zweckoptimismus und geben Durchhalteparolen aus. Trainer Uwe Neuhaus: "So lange wir noch rein rechnerisch eine Chance haben, geben wir nicht auf" -, doch die Essener können nur noch sechs Punkte in Ahlen und gegen Unterhaching holen. Und man fragt sich: Wie wollen sie das bewerkstelligen?

So wie sie sich gegen die Spvg. Greuter Fürth, die sich auch kein Bein mehr ausriss, präsentiert hat, war die RWE-Mannschaft taktisch und kämpferisch ein Sauhaufen, der kaum noch einen Funken Verantwortung für den Verein und seine Anhänger im Leib zu haben schien.

Diese Mannschaft hat nicht das Herz in beide Hände genommen und leidenschaftlich um den Klassenerhalt gekämpft. Dass Uwe Neuhaus von Verunsicherung und großem Druck sprach ("mit jedem Pfiff von draußen wich das Selbstvertrauen"), war nur eine Schutzbehauptung für die blamable Vorstellung seiner Truppe, die mit dieser Vorstellung und den Leistungen zuvor gegen RW Oberhausen und Alemannia Aachen den Abstieg auch verdient und nichts in der 2. Liga zu suchen hat. Denn beim Geld abholen und Scheck abbuchen sind sie auch nicht verunsichert und haben keinen großen Druck.

Entsprechend reagierte das Volk, das auf den Rängen zumeist ein Gespür für die Situation hat. "Bis auf Renno (den Torwart) könnt ihr alle gehn", sangen sie und feierten den entlassenen Trainer Jürgen Gelsdorf als den "besten Mann der Welt". Die Fans haben schon aufgegeben. "Wir fahren nach Wuppertal", höhnten sie mit Hinblick auf die neue Saison. Und Gelsdorfs Nachfolger Uwe Neuhaus blieb nichts anderes übrig,als den Anhängern Recht zu geben: "Ich habe für die Reaktion der Zuschauer Verständnis. In dieser Situation sind sie berechtigt, alles zu sagen." Die Hoffnung des neuen Trainers, den Elan und die gefestigte Moral aus dem 0:0 in München in die Partie gegen Fürth hinüberzunehmen, erfüllte sich nicht, schlug sogar ins Gegenteil um. Die Stümperhaftigkeit bei vielen Aktionen sah mitunter so aus, als ob einige der gut (wenn nicht gar zu gut) bezahlten Profis schon in Gedanken bei anderen Vereinen wären.

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Gefeuert, aber von
den Fans gefeiert.

Paradebeispiel war einmal mehr der seit zehn Spielen ohne Torerfolg herumlaufende Ex-Torjäger Francis Kioyo, dem aber auch alles misslang, und den Uwe Neuhaus als Schutzmaßnahme in der Halbzeit herausnahm.

Aber genau so gut hätte er sechs oder sieben andere Arbeitnehmer in Rot und Weiß auswechseln können. Die unbeholfene Kickerei grenzte fast schon an Arbeitsverweigerung. Denn das gab es noch nie bei einem Heimspiel in dieser Saison (das 0:2 gegen Alemannia Aachen war ähnlich): Die Rot-Weißen besaßen nicht einen einzigen Eckball, keinen einzigen Freistoß in Tornähe und keine einzige Torchance. Wie will man da gewinnen?

Dabei war auch der Gegner relativ harmlos. Den Fürthern merkte man nicht an, dass sie unbedingt ihre letzte Chance auf den Aufstieg wahrnehmen wollten. Trainer Möhlmann: "Das Thema haben wir abgeschrieben. Dafür ist Frankfurt einfach zu stark." Doch als die Essener nicht konnten, oder wollten, oder sich zu dumm anstellten, schlugen die Gäste kurz vor Schluss im Doppelpack zu und machten in der 83. und 85. Minute durch Timm und Rösler zum nicht unverdienten 2:0 alles klar.


RWE trennt sich von Jürgen Gelsdorf und stellt Uwe Neuhaus als neuen Coach vor.

Aktuell Sonntag, 24.04.2005, 10:00 Uhr: Fotos vom 1. Training unter Uwe Neuhaus

22./24.04. 2005: RWE Trennt sich von Gelsdorf. Nachfolger wird Uwe Neuhaus.

Nach der Verpflichtung von Uwe Neuhaus als Nachfolger des am Samstag entlassenen Jürgen Gelsdorf hat der Fußball-Zweitligaklub Rot-Weiß Essen auch einen neuen Assistenztrainer engagiert. Peter Kunkel leitet am Sonntag morgen gemeinsam mit Coach Neuhaus das erste Training des abstiegsbedrohten Clubs, der am Freitag abend Alemannia Aachen nach desolater Leistung 0:2 unterlag.

Neben Gelsdorf trennte sich der Traditionsverein auch von dem bisherigen Assistenten Johann Rieckhof. Das Duo wurde vom RWE-Präsidium nach einem einvernehmlichen Gespräch beurlaubt, teilte der Klub mit. „Wir danken Jürgen Gelsdorf für seine Arbeit an der Hafenstraße seit September 2003. Insbesondere der Aufstieg in die Zweite Bundesliga wird immer eng mit dem Namen Gelsdorf verbunden bleiben”, erklärte RWE-Präsident Rolf Hempelmann.

Uwe Neuhaus war bislang Coach der Regionalliga-Amateure von Borussia Dortmund und erhielt vom BVB die Freigabe für einen Wechsel. Der 45jährige spielte von 1984 bis 1988 selbst vier Jahre für RWE, ehe er 1990 als Spieler mit der SG Wattenscheid 09 in die Bundesliga aufstieg. Neuhaus wurde 2002 als Co-Trainer von Matthias Sammer mit Borussia Dortmund deutscher Meister und übernahm zu Beginn dieser Spielzeit als verantwortlicher Trainer die BVB-Amateure. Der zweifache Familienvater wohnt seit Jahren in Essen.


22.03. 2005: Fachleute unter sich ...

"Festus" und Jürgen Gelsdorf Anlässlich des Abschiedsspiels für Uwe Kamps in Mönchengladbach hatte unser Fanclub-Mitglied Rainer "Festus" Gelegenheit zum small talk mit RWE Trainer Jürgen Gelsdorf. Nun kennt Gelsdorf also den größten RWE-Fan von Wesel ... und vielleicht hat ihm Rainer ja auch ein paar Tipps für den Abstiegskampf geben können ;-)

21.03. 2005: Ostermarkt am Georg-Melches-Stadion
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Bereits zum zweiten Mal fand am Georg-Melches-Stadion der beliebte Ostermarkt statt. Hier einige Fotos.


28.01. 2005: Man spricht deutsch ...
Fanclub Mitglied Roland Schmidt, Leiter des Goethe-Institutes Düsseldorf
Auf Initiative unseres Fanclub Mitglieds Roland Schmidt, Leiter des Goethe-Institutes in Düsseldorf, erhalten die ausländischen RWE Spieler seit einiger Zeit Deutsch-Unterricht. Ausführlicher Bericht in der >> "Kurzen Fuffzehn"



27.01. 2005:
RWE nutzt WInterpause und holt Verstärkungen

RWE hat in der Winterpause nachgelegt, um die wackelige Abwehr für die alles entscheidende Rückrunde der Saison 2004/05 sattelfest zu machen. Dabei bediente man sich ausschließlich bei Erstligisten aus Dänemark, Schweden und der deutschen Bundesliga. Das sind die Neuen :


Radoslaw Kaluzny

Der 1.92 große Abwehrspieler kommt von Bayer Leverkusen. Zuvor spielte er für Energie Cottbus. Insgesamt kann er 52 Erstligaspiele in der Bundesliga vorweisen. Mit Kaluzny verfügt RWE über einen aktuellen Nationalspieler (Polen), der mit seinem Team die Qualifikation für die WM 2006 anstrebt. Kaluzny hat bis 2007 bei den Rot-Weissen unterschrieben.



Radoslaw Kauzny



Lennart Lünge Larsen


Lennart Lynge Larsen

bestritt bereits 129 Erstligaspiele in der dänischen Liga, u.a. für Viborg FF und Kopenhagen. Larsen ist für die Viererkette auf der linken Außenbahn vorgesehen. Der 30jährige unteschrieb einen Vertrag bis 2006. Von einer Verpflichtung des Kolumbianers Jesus Sinisterra, der über eine Woche ein Probetraining bei den Rot-Weissen absolviert hatte, hat RWE nach dem Larsen-Transfer Abstand genommen. Sinisterra hat nun bei Eintracht Trier einen Vertrag unterschrieben und wird vermutlich schon beim ersten Auswärtsspiel in Essen antreten.


Enrico Gaede

Hatte er in der Saison 2002/03 bei Borussia Mönchengladbach den ersten Kurzeinsatz, so schaffte er 2003/04 den Durchbruch. In seinem vierten Bundesligaspiel legte er Nationalspieler Michael Ballack beim 0:0 des VfL gegen den FC Bayern München an die Kette und stand danach 19 Mal in der Startelf. Im Februar 2004 wurden seine guten Leistungen belohnt, Gaede erhielt am Bökelberg einen bis zum 30. Juni 2006 datierten Profivertrag. Beim neuen VfL-Trainer Dick Advocaat, der Gaedes Förderer Holger Fach ablöste, hatte der 22-Jährige keine guten Karten mehr. Bis Saisonende kann er sich nun bei Rot-Weiss Essen beweisen.



Enrico Gaede



Markus Karlsson


Markus Karlsson

Kurz vor dem ersten Heimspiel gegen Trier ist nun auch die Verpflichtung des 32-jährigen Abwehrspielers Markus Karlsson von Djugardens IF Stockholm perfekt. Der Schwede erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2006. Markus Karlsson: "Ich habe von den Verantwortlichen und insbesondere auch von Mannschaft und Trainer in Essen einen sehr guten Eindruck. Ich freue mich nach meiner langen Zeit in Schweden auf eine neue Herausforderung. Auch die Erzählungen über das phantastische Publikum in Essen bestätigen meine Annahme, genau die richtige Entscheidung für mich getroffen zu haben." Am 25.08.2004 spielte Karlsson noch Champions League und verlor mit seinem Team 1:4 gegen Juventus Turin.